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Sie benötigen Hilfe bei der Montage Ihrer PV-Anlage? Kontaktieren Sie uns gerne hier!
Ob sich eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich lohnt, lässt sich nicht mit einer pauschalen Jahreszahl beantworten. Entscheidend sind Ihr Standort, der tatsächliche Jahresertrag, Ihr Eigenverbrauch, der vermiedene Strombezug, der Einspeisetarif und die gesamten Investitionskosten.
Mit der folgenden Rechnung können Sie die Ersparnis und Amortisationszeit Ihrer PV-Anlage mit den eigenen Werten nachvollziehen. Die Beispielzahlen dienen nur zur Erklärung und sind keine Preis- oder Ertragsprognose.
Der jährliche wirtschaftliche Nutzen besteht aus zwei Teilen:
Davon ziehen Sie laufende Kosten beziehungsweise eine realistische Rücklage ab. Die vereinfachte Amortisationszeit ergibt sich so:
Amortisationszeit = Netto-Investition ÷ jährlicher Netto-Vorteil
| Rechenschritt | Formel |
|---|---|
| Eigenverbrauchsvorteil | Eigenverbrauch in kWh × vermiedener Bezugspreis je kWh |
| Einspeiseerlös | Einspeisung in kWh × Einspeisetarif je kWh |
| Jährlicher Brutto-Vorteil | Eigenverbrauchsvorteil + Einspeiseerlös |
| Jährlicher Netto-Vorteil | Brutto-Vorteil − laufende Kosten/Rücklage |
| Amortisation | Netto-Investition ÷ Netto-Vorteil pro Jahr |
Der Ertrag hängt unter anderem von Standort, Dachausrichtung, Neigung, Verschattung und Systemverlusten ab. Verwenden Sie deshalb keine pauschale Zahl für ganz Österreich. Mit dem kostenlosen PVGIS-Rechner der Europäischen Kommission können Sie den erwartbaren Jahresertrag für Ihren konkreten Standort abschätzen.
Für die Rechnung benötigen Sie den erwarteten PV-Ertrag in Kilowattstunden pro Jahr. Planen Sie konservativ und berücksichtigen Sie Verschattung sowie mögliche Abweichungen zwischen einzelnen Jahren.
Eigenverbrauch ist jener Teil der PV-Produktion, den Sie im Haushalt direkt nutzen. Er ist wirtschaftlich meist wertvoller als die Einspeisung, weil Sie damit Strombezug vermeiden. Wie hoch der Eigenverbrauch ausfällt, hängt stark davon ab, wann Sie Strom benötigen.
Wenn Sie die passende Speichergröße prüfen möchten, lesen Sie unseren Ratgeber PV-Speicher für 10 kWp richtig dimensionieren.
Für selbst genutzten Solarstrom sollten Sie nicht einfach den gesamten Rechnungsbetrag durch den Verbrauch teilen. Manche Bestandteile der Stromrechnung sind fix und sinken nicht, wenn Sie eine Kilowattstunde weniger aus dem Netz beziehen.
Verwenden Sie möglichst jene verbrauchsabhängigen Kosten, die durch eine selbst erzeugte Kilowattstunde tatsächlich entfallen. Ihren aktuellen Tarif können Sie mit Ihrer Stromrechnung und dem Tarifkalkulator der E-Control prüfen.
Der Vergütungssatz für eingespeisten Strom kann sich ändern und unterscheidet sich je nach Abnehmer und Vertrag. Tragen Sie deshalb den Wert aus Ihrem tatsächlichen Einspeisevertrag ein. Informationen zur Marktpreis-Einspeisung stellt auch die OeMAG bereit.
Für eine ehrliche Rechnung zählt nicht nur der Paketpreis. Berücksichtigen Sie alle Kosten, die für Ihre betriebsbereite Anlage anfallen:
Eine Orientierung zu den Kostenbestandteilen finden Sie im Beitrag 10-kWp-PV-Anlage: Kosten mit Speicher und Montage.
Das folgende Beispiel zeigt nur die Rechenlogik. Ersetzen Sie alle Werte durch Ihr konkretes Angebot, Ihre Verbrauchsdaten und Ihre Tarife.
| Annahme | Beispielwert |
|---|---|
| PV-Ertrag pro Jahr | 10.000 kWh |
| davon selbst genutzt | 4.500 kWh |
| davon eingespeist | 5.500 kWh |
| vermiedener Bezugspreis | 0,25 € je kWh |
| Einspeisetarif | 0,07 € je kWh |
| Rücklage/laufende Kosten | 150 € pro Jahr |
| angenommene Netto-Investition | 18.000 € |
Eigenverbrauchsvorteil: 4.500 kWh × 0,25 € = 1.125 € pro Jahr
Einspeiseerlös: 5.500 kWh × 0,07 € = 385 € pro Jahr
Netto-Vorteil: 1.125 € + 385 € − 150 € = 1.360 € pro Jahr
Vereinfachte Amortisation: 18.000 € ÷ 1.360 € = rund 13,2 Jahre
Das Ergebnis verändert sich sofort, wenn sich Eigenverbrauch, Strompreis, Einspeisetarif oder Investition ändern. Genau deshalb ist eine Bandbreite hilfreicher als eine einzelne scheinbar exakte Jahreszahl.
| Szenario | So rechnen Sie | Wofür es dient |
|---|---|---|
| Vorsichtig | niedrigerer Ertrag und Eigenverbrauch, höhere Rücklage | zeigt, ob die Investition auch bei ungünstiger Entwicklung tragbar bleibt |
| Realistisch | PVGIS-Ertrag, heutiges Verbrauchsprofil und aktuelle Vertragspreise | beste Grundlage für die Entscheidung |
| Optimistisch | höherer Eigenverbrauch und günstige Tarifentwicklung | zeigt das mögliche Potenzial, sollte aber nicht die einzige Entscheidungsbasis sein |
Ein Speicher kann den Eigenverbrauch erhöhen, verkürzt die Amortisationszeit aber nicht automatisch. Dem zusätzlichen Eigenverbrauch stehen Anschaffungskosten, Speicherverluste und eine begrenzte nutzbare Kapazität gegenüber.
Rechnen Sie deshalb zunächst die PV-Anlage ohne Speicher und anschließend dieselbe Anlage mit Speicher. Entscheidend ist nicht nur, wie viele zusätzliche Kilowattstunden Sie selbst nutzen, sondern welcher finanzielle Mehrwert daraus im Verhältnis zum Aufpreis entsteht.
Eine PV-Anlage kann Ihre laufenden Stromkosten deutlich reduzieren. Eine belastbare Amortisationsrechnung entsteht aber erst mit Ihrem Standort, Ihrem Lastprofil, den vollständigen Investitionskosten und den tatsächlich verfügbaren Tarifen.
Vergleichen Sie passende Größen und Hersteller in unserer Übersicht der PV-Komplettanlagen. Wenn Sie eine konkrete Planung für Wien, Niederösterreich oder das Burgenland wünschen, können Sie über unsere Kontaktseite eine Anfrage stellen.
Das hängt von Investition, Jahresertrag, Eigenverbrauch, Strompreis, Einspeisevergütung und laufenden Kosten ab. Eine pauschale Jahreszahl ohne diese Werte ist nicht belastbar.
Multiplizieren Sie den selbst genutzten PV-Strom mit den tatsächlich vermiedenen verbrauchsabhängigen Stromkosten. Addieren Sie den Einspeiseerlös und ziehen Sie laufende Kosten beziehungsweise eine Rücklage ab.
Nicht zwingend. Eine kleine Anlage kann eine hohe Eigenverbrauchsquote erreichen, aber insgesamt wenig Strom erzeugen. Wichtiger ist der wirtschaftliche Gesamtnutzen in Verbindung mit Verbrauch, Dachfläche und Investitionskosten.
Ja, aber erst dann, wenn Höhe und Voraussetzungen für Ihr Projekt geklärt sind. Ziehen Sie nur tatsächlich zugesagte oder belastbar erwartbare Förderungen von der Investition ab.